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Industriell hergestellte
leichte Gesteinskörnungen
Die Vorteile des Bauens mit
leichten Gesteinskörnungen ("Leichtzuschläge") sind schon
lange bekannt. Bereits in der Antike wurde Bims zur
Herstellung von Leichtbeton verwendet.
Mineralische Leichtzuschläge kommen in vielen verschiedenen
Arten in unterschiedlichen Anwendungsbereichen zur
Anwendung. Man unterscheidet zwischen natürlichen
Leichtzuschlägen (Bims, Lava, etc.) und industriell
hergestellten Leichtzuschlägen. Letztere entstehen durch die
Veredelung von natürlichen Rohstoffen in technischen
Brennprozessen. Zu Ihnen gehören u.a. Blähglas,
Blähschiefer, Blähton, gesinterte Steinkohlenflugasche und
Kesselsand.
Der Bedarf an Wohnungen ist nach wie vor groß. Immer
wichtiger wird dabei, in welcher Qualität dieser Bedarf
gedeckt werden kann. Umweltverträgliches, energiesparendes
und kostengünstiges Bauen und Wohnen sind hierfür
Schlüsselfaktoren. Baustoffe aus Leichtzuschlägen zeichnen
sich dadurch aus, daß sie diesen Ansprüchen schon heute
gerecht werden. Ihre wichtigsten technischen Eigenschaften
sind:
geringe Roh- und Schüttdichte
gute Wärmedämmung
nicht brennbar (Brandschutzklasse A1)
Frostbeständigkeit
chemische Beständigkeit
gute Schalldämmung
vollständige Wiederverwertbarkeit.
Die gesamte Palette industriell hergestellter
Leichtzuschläge deckt ein großes Spektrum der technischen
Eigenschaften ab. Korngröße, Porosität, Gewicht und
Kornfestigkeit lassen sich in den Produktionsprozessen
steuern. Je nach Anforderung stehen Zuschläge mit
Kornrohdichten von 0,3 kg/dm³ bis 1,7 kg/dm³ zur Verfügung.

industr. herg. leichte
Gesteinskörnungen
Die wärmedämmenden
Eigenschaften sind für alle genannten Leichtzuschläge
hervorragend. Hierfür sind die große Anzahl fein verteilter
Poren im Innern der Leichtzuschläge maßgeblich
verantwortlich. Die Palette der Wärmeleitfähigkeiten loser
Schüttungen aus industriell hergestellten Leichtzuschlägen
reicht von 0,07 bis 0,18 W/(mK), abhängig von Körnung und
Rohdichte des jeweiligen Materials. Zum Vergleich: Natursand
besitzt eine Wärmeleitfähigkeit von 1,4 W/(mK). Industriell
hergestellte Leichtzuschläge können je nach Anwendungsgebiet
und Wunsch gezielt hergestellt werden. Alle entsprechen DIN
EN 13055 oder darauf bezogenen bauaufsichtlichen
Zulassungen.
Anwendungsbereiche und Statistik
In Deutschland werden
pro Jahr ca. 1,5 Mio. m³ industriell hergestellte
Leichtzuschläge verbraucht - der größte Teil davon
zementgebunden im Baubereich:
Leichtbeton-Mauersteine
Leichtbeton-Fertigteile für Wände, Decken, Dachelemente
konstruktive Leichtbetone im Hochbau (Brücken, Hochhäuser,
Offshore-Konstruktionen, Bauwerke auf schwierigem Baugrund)
Leichtmauermörtel
Leichtputz
Wärmedämmputz
gebundene Hohlraumverfüllung.
Als loses Material kommen die Leichtzuschläge im Bau- wie im
Garten- und Landschaftsbau zum Einsatz:
wärmedämmende Schüttungen (Fußboden, Wände, Dach)
Verfüllung von Hohlräumen
Dammschüttungen im Straßen- und Wegebau (Geotechnik)
Hydrokultur
Substrate für Dachbegrünung
Filter und Drainschüttungen.

Verteilung auf die
Anwendungsgebiete
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